Infomedia-sh.aktuell 11/03, (hsch):
Boettchers Verfilmung seines gleichnamigen Buches zeichnet das Auf und Ab der Karriere dieses Vollblutmusikers mit Hilfe von alten Kaempfert-Interviews, vielen Gesprächen mit Familienangehörigen, Freunden und Kollegen unterhaltsam nach. Aus diesen Erzählungen, den zahlreichen alten Film- und Fernsehaufnahmen und Kaempferts immer noch sehr eingängigen Musik entsteht ein buntes musikalisches Bilderbuch, das erstaunlich gut auch zwei Stunden lang unterhält.

Relying on early interviews of Kaempfert, many conversations with members of his family, friends and colleagues, Boettcher’s film adaptation of the book of the same name captivatingly portrays the high and low points of this full-blooded musician’s career. Taken from stories, much early footage and televised material as well as excerpts from Kaempfert’s still very accessible music, the result is a kaleidoscopic musical picture album that stays highly entertaining throughout its two hour length. 

 

 

Süddeutsche Zeitung, 22. November 2003, René Martens:
Dezent, leichthändig und mit dem liebevollen Blick fürs Detail!

Unobstrusive, told with ease and a loving eye for detail! 

Frankfurter Rundschau, 22. November 2003, Tim Gorbach:
Ausführlicher, mit viel Archivmaterial unterfütterter Dokumentarfilm. - Boettcher erzählt nicht nur das Leben Kaempferts, sondern entfaltet ein historisches und kulturgeschichtliches Panorama. Er macht das mit großer, nahezu enzyklopädischer Sorgfalt. - Gleichwohl erhält man viele private Einblicke und wird Zeuge, wie Kaempferts Continental-Sound von Hamburg aus die Welt erobert.

A detailed film documentary supplemented by much archive material. – Not only does Boettcher tell about Kaempfert’s life, but also unfolds a historical and cultural panorama. He accomplishes this by applying considerable, nearly encyclopedic attention to detail. – At the same time one gains many personal insights and becomes a witness to how Kaempfert’s continental sound left Hamburg to conquer the world. 

Die Tageszeitung (TAZ), 22. November 2003, Imke Staats:
Nicht nur für Nostalgiker und Harmonieforscher ein prima Grund, den Samstagabend zu Hause zu verbringen.

A perfect excuse for spending Saturday night at home – and not just for the nostalgic and devotees of easy listening. 

Deutschland Radio Berlin, 2. November 2003:
Die Bert-Kaempfert-Melodien erleben derzeit eine Renaissance und so gesehen erscheint dieses Filmporträt zur richtigen Zeit. - Der junge Filmemacher Marc Boettcher wirft in seinem 2 Stunden-Dokustück einen eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen des Showbusiness.

Bert Kaempfert tunes are now experiencing a revival and a special film on his life is timely given this renewed interest. – The young filmmaker Marc Boettcher gives audiences an impressive look behind the scenes in his two-hour documentary film. 

tv spielfilm, Heft 24/03, Heiko Schneider:
Marc Boettcher würdigt in seiner liebevollen Dokumentation die Legende des Swings und "Easy Listening" so fakten- wie anekdotenreich. - Er schlägt einen höchst unterhaltsamen Bogen über fast sechs Jahrzehnte.

Marc Boettcher pays tribute to the legendary swing and easy listening icon in a lovingly crafted documentary full of facts and anecdotes. – He creates a highly entertaining feature spanning nearly six decades. 

Stern, TV-Beilage, Heft 48/03, ar:
Boettchers einfühlsames Porträt zeichnet nicht nur ein Bild des genialen Komponisten und Arrangeurs, der mit nur 56 Jahren an einem Gehirnschlag starb, sondern auch eine Kulturgeschichte seiner Zeit - von den Goldenen 20ern mit ihrem Interesse für alles Exotische über die Kriegszeit, die Kaempfert in einem Musikkorps verbrachte, bis zu den 60er und 70er Jahren, in denen die Melodien des schüchternen Deutschen die USA im Sturm eroberten.

Stern, TV supplement, Vol. 48/03, ar
Boettcher’s compassionate portrait not only draws a picture of a highly creative composer and arranger who died of a stroke aged only 56, but also portrays the cultural history of an age – from the Golden Twenties and its predilection for all things exotic to the war years which Kaempfert spent in a military band, all the way to the ‘60s and ‘70s, when the tunes of the quiet German took the U.S. by storm.

 
 

Lübecker Nachrichten, 31. Oktober 2003, FEL:
120 Minuten für eine Dokumentation ist eine lange Zeit. Marc Boettchers „Bert Kaempfert Story“ ist dennoch keine Sekunde langweilig. Und das liegt nicht nur daran, dass Bert Kaempferts Leben so spannend war. Die Geschichte des kleinen Hamburgers, der zum Weltstar wurde, muss in vielen Einzelheiten erzählt werden. Marc Boettcher ist dazu nicht nur in die Tiefen der Archive gestiegen, er lässt ausführlich Zeitzeugen und Weggefährten Kaempferts zu Wort kommen. Schmalfilme aus dem Besitz der Töchter Bert Kaempferts hat er in seinen Film eingebaut, diese Bilder waren ebenso wie ein BBC-Interview noch nie öffentlich zu sehen. Boettcher kostete es viel Überredungskunst, an diese Filmbilder zu gelangen, der Aufwand hat sich gelohnt. Bert Kaempferts Lebensgeschichte ist auch ein Stück Zeit- und Kulturgeschichte, das wird ebenfalls in dem Film deutlich.

120 minutes is long for a documentary. Marc Boettcher’s “Bert Kaempfert Story” is not monotonous, not even for a second. And that is not only because Bert Kaempfert’s life was so compelling. The story of the Hamburg native of short stature who gained worldwide fame has to be told using ample detail. Marc Boettcher has not only dug deep into film archive material, he also has those who were there as well as Kaempfert’s fellow artists share their stories. Super 8 films owned by Bert Kaempfert’s daughters have been included in the documentary, footage which, along with an interview done with the BBC, has never been released. It took a lot of convincing for Boettcher to acquire this material – the effort was worth it. Bert Kaempfert’s life story is also a history of a period and its culture, as is evident in the film. 

 

Kieler Nachrichten, 26. Oktober 2003, Jürgen Feldhoff:
Die Geschichte des Bert Kaempfert klingt wie ein Märchen. Jetzt gibt es dieses Märchen als Dokumentarfilm. - Marc Boettcher hat einen wunderbaren Film gedreht. Er ist eine würdige Ehrung für den kleinen Fips aus Hamburg.

The Bert Kaempfert story reads like a fairy tale. Now this fairy tale is available as a documentary. – Marc Boettcher has directed a wonderful film. It is a worthy tribute to little “Fips” of Hamburg. 

ddp-Nachrichtenagentur, 29. Oktober 2003, Michael Best:
Mit der sehr detailreich gestalteten Doku legt Autor Marc Boettcher fast genau ein Jahr nach dem Erscheinen seines Buches über Kaempfert nun auch dessen filmische Biographie vor. - Die Dokumentation zeichnet einerseits den Lebensweg Berthold Kaempferts nach, Boettcher beleuchtet aber auch die Schwierigkeiten, die Kaempfert vor allem Ende der 50er und in den 60er Jahren im Spannungsfeld zwischen seiner konventionellen deutschen Plattenfirma Polydor und seiner atemberaubenden Anerkennung in den USA hatte. - „Fips“ - auch das zeigt der Film eindrucksvoll - hat mit seinem „Kaempfert-Sound“, seinem Swing und Easy Listening eine Ära und einen Musikstil geprägt - und blieb dabei doch bescheiden, zurückhaltend und oft in sich gekehrt. Als einer der wenigen deutschen Weltstars, die uneingeschränkt auch in den USA Fuß fassten, schuf er etwa 400 Kompositionen und mehr als 750 Arrangements. Umso größer ist der Schlag, als er am 21. Juni 1980 plötzlich an einem Gehirnschlag auf Mallorca stirbt. Und der Film endet symbolisch: „Fips“ am Klavier, „Strangers In The Night“ spielend.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. November 2003, Edo Reents:
Marc Boettcher, durch seine Kaempfert-Biographie bestens ausgewiesen (F.A.Z. vom 3.12.2002), zeichnete ein facettenreiches, filmisch vielleicht ein wenig zu langes Porträt dieses wichtigen, weithin unbekannten Bandleaders, der als solcher so undeutsch war, dass man ihn sogar in Amerika und England schätzte.


m-musikpressedienst, 30. Oktober 2003, Rainer Schmidt-Walk:
Mit der Erstaufführung des Films „Strangers in the Night – Die Bert Kaempfert-Story“ von Marc Boettcher wurden am 30.10. im Lübecker Cinestar-Kino die 45. Nordischen Filmtage eröffnet. - Wie schon bei seiner als Buch erschienenen Biographie hat Boettcher mit großer Sorgfalt das Material zu diesem Film recherchiert. Neben den Statements der Weggefährten müssen weit über 200 dokumentarische und musikalische Filmausschnitte verarbeitet worden sein, um diese dem Musiker und Menschen Bert Kaempfert in jeder Beziehung gerecht werdende Darstellung zu erarbeiten. - Das Premieren-Publikum belohnte den Film und die Anwesenheit der Prominenten mit lang anhaltendem Beifall.

(Zusatz aus einem Brief RSW an Marc Boettcher: Die Älterwerdenden brauchen solche Dokumentationen, um ihr Leben vor 30/40 und noch mehr Jahren besser verstehen und noch einmal nachvollziehen zu können, die Branche braucht solche Dokumentationen um zu verstehen, dass sie von den Kreativen abhängt und nicht die Kreativen von ihr und die Jüngeren erreicht man vermutlich nicht mit solchen Filmen, weil sie medial mit weniger gutem Material "zugemüllt" werden.)

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